36 Pasos von Adrián García Bogliano

36 Pasos (ARG 2006) von Adrián García BoglianoEin paar Mädchen im Bikini leben in einer Villa und haben Spaß. Gleichzeitig bereiten sie eine Geburtstagsparty vor. Sollte eine von ihnen aber den Wunsch äußern, das Gelände verlassen zu wollen, erscheint ein unbekannter Mann, der die Bittstellerin erst foltert und anschließend mit einer Axt oder einem Vorschlaghammer umbringt. Wenn das passiert, müssen die jungen Frauen so tun, als ob nichts gewesen wäre und dauergrinsend weiterfeiern, sonst gibt es gleich den nächsten Mord. Das alles hat einen Grund: Offenbar haben die Gefangenen das (ebenfalls weibliche) Geburtstagskind während der Schulzeit gemobbt und werden nun von dessen Familie in einer Luxusvilla mit Pool gefangen gehalten (so möchte ich auch einmal bestraft werden). Hin und wieder dreht eine der Insassinnen durch, verstößt gegen die Regeln, nur um anschließend von dem Psychopathen (der komischerweise immer eine Pudelmütze trägt, ganz egal, wie heiß es gerade ist) in die ewigen Jagdgründe befördert zu werden.


36 Pasos (ARG 2006) von Adrián García Bogliano

Ein paar Mädchen im Bikini leben in einer Villa und haben Spaß. Gleichzeitig bereiten sie eine Geburtstagsparty vor. Sollte eine von ihnen aber den Wunsch äußern, das Gelände verlassen zu wollen, erscheint ein unbekannter Mann, der die Bittstellerin erst foltert und anschließend mit einer Axt oder einem Vorschlaghammer umbringt. Wenn das passiert, müssen die jungen Frauen so tun, als ob nichts gewesen wäre und dauergrinsend weiterfeiern, sonst gibt es gleich den nächsten Mord. Das alles hat einen Grund: Offenbar haben die Gefangenen das (ebenfalls weibliche) Geburtstagskind während der Schulzeit gemobbt und werden nun von dessen Familie in einer Luxusvilla mit Pool gefangen gehalten (so möchte ich auch einmal bestraft werden). Hin und wieder dreht eine der Insassinnen durch, verstößt gegen die Regeln, nur um anschließend von dem Psychopathen (der komischerweise immer eine Pudelmütze trägt, ganz egal, wie heiß es gerade ist) in die ewigen Jagdgründe befördert zu werden.

36 Pasos von Adrián García Bogliano
Ach du Scheiße, was war denn das? „36 Pasos“, aka „Bloody Bikini Massacre“, aka „Bloody Birthday – Girls Just Wanna Have Fun“ (Cyndi Lauper ruft schon einmal einen Auftragskiller an) verärgert mich schon durch seine bloße Existenz. Selten wurde ein dermaßen ambitionsloses, inkompetentes Machwerk auf DVD veröffentlicht, wie es diese Verschwendung von Filmmaterial auf das Fantasy-Filmfest geschafft hat, würde mich einmal interessieren (und ich hätte gerne die Gesichter der Kinobesucher gesehen, nachdem das Licht wieder angegangen ist).
Die sogenannte Handlung ist recht schnell erklärt: Ein paar Mädchen machen alles im Bikini (und zwar wirklich alles, egal ob sie den Rasen mähen, kochen, oder sonst was), dann schreit eine sowas wie „Wääh, ich kann nicht mehr!“ und wird gleich darauf umgebracht. Irgendwann ist dann die Party und der – ich verwende dieses Wort nur unter schärfstem Protest – Showdown. So etwas wie eine Spannungskurve sucht man hier also vergebens.

Kunst für Nichtskönner
Das ist aber noch nicht das Schlimmste an „36 Pasos“. Zwischendurch verwechselt sich der „Film“ nämlich immer wieder mit einem schlecht gemachten Musikvideoclip oder einer „künstlerischen“ Videocollage. Dann gibt es anstelle von Dialogen  nur noch Musik, Bogliano schmeißt mit Weißblenden um sich und es wird alles noch hektischer und unübersichtlicher geschnitten als sonst. Dazu kommt noch, dass das Cutting so stümperhaft gemacht wurde, dass ich es mit meinem Laptop und Windows Movie Maker besser hinbekommen hätte. Apropos Schnitt: Wenn ihr in der Arbeit einen Todfeind habt, der zufällig Epileptiker ist, dann setzt ihn einfach vor einem großen Fernseher und legt diese DVD ein. Keine 20 Minuten später wird bei euch in der Firma eine Stelle frei, das kann ich euch versprechen. Die Schnitte sind die meiste Zeit dermaßen hektisch und unübersichtlich, dass der entsprechende Anfall nicht lange auf sich warten lassen wird.
Sollten die Schnitte nicht ausreichen, um einen Anfall auszulösen, dann geben einem die thespischen Leistungen den Rest. Schön auszusehen reicht eben nicht, um einen Film erträglich zu machen, man sollte schauspielerisch schon mehr drauf haben, als mit dem ewig gleichen Gesichtsausdruck durch die Gegend zu wanken.

Fazit zu 36 Pasos
Ich muss mich immer wieder wundern, was für ein Dreck hierzulande auf DVD veröffentlicht wird, während andere Filme immer noch auf eine Veröffentlichung warten müssen (ja, ich warte immer noch darauf, dass „The Waldemamr Legacy“ endlich eine deutschsprachige Veröffentlichung erhält). Wer bitte schaut sich solche Filme denn schon freiwillig an? (Alle, die jetzt „Du!“ schreien wollen, dürfen gerne den Mund halten, danke!) „36 Pasos“ ist eine Beleidigung für Augen und Ohren!


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