Alien Trespass von R. W. Goodwin

Alien Trespass (aka "Invasion from Outer Space")von R. W. Goodwin (USA 2009)Das Alien Urp legt in der Nähe einer amerikanischen Kleinstadt eine Bruchlandung hin. Leider entkommt dabei das von ihm transportierte Monster, das sich sofort daran macht die Bewohner der Stadt zu terrorisieren. Um sich in der Umgebung unauffällig bewegen zu können, schlüpft Urp (der sich selbst als Marshall Urp bezeichnet - get it???) in den Körper des Wissenschaftlers Ted Lewis (Eric McCormack, "Will & Grace"). Da er von Teds Frau Lana (Jody Thompson, "4400 - Die Rückkehrer") keine Hilfe bekommt, sucht und findet er diese bei der Kellnerin Tammy (Jenni Baird, ebenfalls "4400 - Die Rückkehrer").Währenddessen versuchen die Teenager Cody (Aaron Brooks), Penny (Sarah Smyth) und Dick (Andrew Dunbar) die örtlichen Sheriffs, gespielt unter anderem von Robert Patrick ("Terminator 2") und Dan Lauria ("Wunderbare Jahre"), davon zu überzeugen, dass das Alienmonster wirklich existiert und sie es sich nicht eingebildet haben. Das schleimige Riesenvieh läuft in der Zwischenzeit weiter Amok und nimmt sich einen Bewohner nach dem anderen vor...


Alien Trespass (aka „Invasion from Outer Space“)
von R. W. Goodwin (USA 2009)

Das Alien Urp legt in der Nähe einer amerikanischen Kleinstadt eine Bruchlandung hin. Leider entkommt dabei das von ihm transportierte Monster, das sich sofort daran macht die Bewohner der Stadt zu terrorisieren. Um sich in der Umgebung unauffällig bewegen zu können, schlüpft Urp (der sich selbst als Marshall Urp bezeichnet – get it???) in den Körper des Wissenschaftlers Ted Lewis (Eric McCormack, „Will & Grace“). Da er von Teds Frau Lana (Jody Thompson, „4400 – Die Rückkehrer“) keine Hilfe bekommt, sucht und findet er diese bei der Kellnerin Tammy (Jenni Baird, ebenfalls „4400 – Die Rückkehrer“).
Währenddessen versuchen die Teenager Cody (Aaron Brooks), Penny (Sarah Smyth) und Dick (Andrew Dunbar) die örtlichen Sheriffs, gespielt unter anderem von Robert Patrick („Terminator 2“) und Dan Lauria („Wunderbare Jahre“), davon zu überzeugen, dass das Alienmonster wirklich existiert und sie es sich nicht eingebildet haben. Das schleimige Riesenvieh läuft in der Zwischenzeit weiter Amok und nimmt sich einen Bewohner nach dem anderen vor…

Alien Trespass von R. W. Goodwin
Der Blob. Tarantula. Das Ding aus einer anderen Welt. War of the Krieg der Welten. Die Science Fiction Filme der 50er Jahre haben heute noch viele Fans (unter anderem mich). „Alien Trespass“ hat laut Regisseur R. W. Goodwin seine Wurzeln in Filmen wie „Kampf der Welten“, „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ und „Gefahr aus dem Weltall“. Die Hommage an diese Filme ist Goodwin, der ansonsten vor allem als Produzent (unter anderem „Akte X“) tätig ist, gelungen. Die Anspielungen auf Genre-Klassiker dieser Epoche sind dabei gar nicht so zahlreich, vielmehr nehmen sich Goodwin und Drehbuchautor Stephen Fisher die diversen Klischees vor, die in diesen Filmen immer wieder Teil der Handlung waren. Da wären zum Beispiel die Teenager, die alles von Anfang an mitbekommen, denen aber niemand glaubt, oder der zerstreute Wissenschaftler, dem sich seine attraktive Frau nackt auf den Bauch binden könnte und er würde trotzdem lieber mit seinem Teleskop die Sterne beobachten. Mittendrin läuft ein Monster Amok, das einen eher zu Lachkrämpfen als zum Fürchten anregt. Dabei kommt keine Minute lang Langeweile auf. Kurz: Der Film macht einfach Spaß!
Natürlich gibt es dennoch genug Anspielungen auf Genrefilme der 50er. Meine Lieblingsszene ist der Angriff des Aliens auf das Kino der Kleinstadt. Dort zeigen sie nämlich gerade „The Blob – Schrecken ohne Namen“ (der „Wilhelmsschrei„, der im Kinofilm ertönt, wirkt so fast wie das Blasen zur Attacke für das Monster in „Alien Trespass“, wo der Wilhelmsschrei dann gleich wieder zum Einsatz kommt).
Die Leistung der Schauspieler ist für einen Film dieser Güteklasse überraschend gut. Natürlich wirken hier alle hölzern und unbeholfen, nur ist das hier kein Unvermögen, sondern Absicht. Erin McCormack bekommt diese absichtliche  „Unbedarftheit“ so gut hin, dass man schon fast meinen könnte, er könne tatsächlich nicht besser schauspielern, was durchaus der Fall ist. Der Mann ist zwar auch sonst nicht gerade Hollywoods next Oscarpreisträger, wirkt in den harmlosen TV-Filmen und Serien, die er sonst so dreht, recht natürlich.
Perfekt ist „Alien Trespass“ trotzdem nicht. Erstens verstehe ich nicht ganz, wieso man nicht auf die Idee gekommen ist, den Film – so wie manche der Werke, denen er huldigen möchte – in Schwarzweiß zu drehen. Außerdem werden Bluescreen-Effekte vor allem bei den Autofahrten dermaßen inflationär eingesetzt, dass sie den Zuschauer mit der Zeit nur noch nerven, einmal hätte als augenzwinkernde Anspielung auf die Machart der alten Filme gereicht. Außerdem stellt sich vor allem am Ende immer mehr das Gefühl ein, dass dem Film irgend etwas fehlt. Der ganze letzte Akt des Filmes hätte mit nur ein wenig mehr Aufwand wesentlich witziger, irrsinniger und grotesker sein können. Leider merkt man hier allzu schnell, dass R. W. Goodwin und Co wohl die Ideen ausgegangen sind.
Ein kurzes Wort zur Altersfreigabe: Die ist ein schlechter Scherz. Alles, was man zu sehen bekommt, sind ein paar Pfützen, die früher einmal Stadtbewohner waren. „Tarantula“ und „Die unglaubliche Geschichte des Mr. C.“ sind um einiges „erschreckender“ und die sind beide frei ab zwölf Jahren. Ich kann mir das nur so erklären, dass einige der in der Trailershow auf der DVD beworbenen Filme ab 16 sind, „Alien Trespass“ liefert jedenfalls keinen Grund für eine so hohe Einstufung.

Fazit zu „Alien Trespass“
Wer die Science Fiction-Klassiker der 50er mag, wird „Alien Trespass“…vielleicht nicht lieben, aber er wird von dem Film leidlich gut unterhalten. Wer sich einen wirklich witzigen Alien-Invasionsfilm ansehen möchte, ist mit „Killer Klowns from Outer Space“ besser dran.


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