Ein paar Gedanken zu 9/11

Eigentlich wollte ich am 11. September 2001 den Fernseher nur nebenher laufen lassen, weil ich ein wenig Hintergrundberieselung haben wollte, während ich meine VHS-Kassetten sortiere. Noch bevor ich das Programm richtig wahrnehme, höre ich diesen Satz: "Oh mein Gott, jetzt stürzt der zweite Turm ein!" Dann das todernste Gesicht von RTL-Nachrichtensprecher Peter Kloeppel. Er erzählt von einem Terroranschlag auf das World Trade Center. Die Bilder dazu wirken seltsam surreal. Auch wenn mir sofort klar ist, dass das hier eine Nachrichtensendung ist, dauert es noch gut 15 Minuten, bis ich begreife, dass das hier kein Actionfilm ist. Das passiert gerade wirklich. Stundenlang prasseln die Bilder auf mich ein, während ich vor dem Fernseher auf dem Boden sitze. Der Anschlag auf das Pentagon. Die Maschine, die abstürzt, weil Passagiere das Cockpit stürmen (und so wahrscheinlich einen Anschlag auf Camp David verhindern). Nach ca 5 Stunden schaffe ich es schließlich, aufzustehen und den Fernseher auszuschalten. Erst jetzt bemerke ich, dass ich immer noch die erste Kassette, die ich aufgehoben habe, festhalte. Mein Kopf ist völlig leer. Nur ein Gedanke kommt mir immer wieder: So fühlt es sich an, wenn sich die Welt verändert.


Eigentlich wollte ich am 11. September 2001 den Fernseher nur nebenher laufen lassen, weil ich ein wenig Hintergrundberieselung haben wollte, während ich meine VHS-Kassetten sortiere. Noch bevor ich das Programm richtig wahrnehme, höre ich diesen Satz: „Oh mein Gott, jetzt stürzt der zweite Turm ein!“ Dann das todernste Gesicht von RTL-Nachrichtensprecher Peter Kloeppel. Er erzählt von einem Terroranschlag auf das World Trade Center. Die Bilder dazu wirken seltsam surreal. Auch wenn mir sofort klar ist, dass das hier eine Nachrichtensendung ist, dauert es noch gut 15 Minuten, bis ich begreife, dass das hier kein Actionfilm ist. Das passiert gerade wirklich. Stundenlang prasseln die Bilder auf mich ein, während ich vor dem Fernseher auf dem Boden sitze. Der Anschlag auf das Pentagon. Die Maschine, die abstürzt, weil Passagiere das Cockpit stürmen (und so wahrscheinlich einen Anschlag auf Camp David verhindern). Nach ca 5 Stunden schaffe ich es schließlich, aufzustehen und den Fernseher auszuschalten. Erst jetzt bemerke ich, dass ich immer noch die erste Kassette, die ich aufgehoben habe, festhalte. Mein Kopf ist völlig leer. Nur ein Gedanke kommt mir immer wieder: So fühlt es sich an, wenn sich die Welt verändert.

 

Wenn ich heute, 17 Jahre später, darüber nachdenke, muss ich sagen, dass die Terroristen von damals eines erreicht haben, und das hat nur wenig damit zu tun, dass sie fast 3000 Menschen ermordet haben.  Sie haben diese Welt ein ganzes Stück feindseliger und zynischer gemacht. Mit den Kriegen, die die USA in Afghanistan und im Irak begonnen haben und ihren Nachwehen, haben wir heute noch zu kämpfen. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis wir uns aus diesem Schatten befreit haben. Wenn wir es überhaupt jemals schaffen.


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