Eine Antwort auf den Hörspielkammer-Podcast

Einige von euch kennen vielleicht den "Hörspielkammer des Schreckens"-Podcast von Dennis Rohling und Michael Eickhorst. Mit den beiden hatte ich schon in der Vergangenheit Streit, nachzulesen hier und hier. Vor ein paar Wochen haben die beiden sich meinem Hörspiel "Ein Job wie jeder andere" in einem Dreiteiler ihres Podcasts "Hörspielkammer des Schreckens" gewidmet. Die drei Teile sind so voller Fehler und Untergriffen, dass ich mich dazu entschlossen habe, das nicht unbeantwortet stehen zu lassen. Die Replik selbst zu schreiben erschien mir aber auch nicht optimal. Gott sei Dank hat Thomas Nezold von sich aus angeboten, das zu übernehmen. Das ist schon deshalb gut, weil er dem Hörspiel selbst sehr kritisch gegenüber steht (dazu später mehr). Jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit der Analyse von Thomas!


Einige von euch kennen vielleicht den „Hörspielkammer des Schreckens“-Podcast von Dennis Rohling und Michael Eickhorst. Mit den beiden hatte ich schon in der Vergangenheit Streit, nachzulesen hier und hier. Vor ein paar Wochen haben die beiden sich meinem Hörspiel „Ein Job wie jeder andere“ in einem Dreiteiler ihres Podcasts „Hörspielkammer des Schreckens“ gewidmet. Die drei Teile sind so voller Fehler und Untergriffen, dass ich mich dazu entschlossen habe, das nicht unbeantwortet stehen zu lassen. Die Replik selbst zu schreiben erschien mir aber auch nicht optimal. Gott sei Dank hat Thomas Nezold von sich aus angeboten, das zu übernehmen. Das ist schon deshalb gut, weil er dem Hörspiel selbst sehr kritisch gegenüber steht (dazu später mehr). Jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit der Analyse von Thomas!

Wie wir fleißigen Leser dieses Blogs alle wissen dürften, hat unser Blogger Udo Seelhofer vor einiger Zeit ein Hörspiel mit dem Titel Ein Job wie jeder andere herausgebracht. Genauso dürfte dem fleißigen Leser nicht entgangen sein, dass Meister Seelhofer einige Zeit danach die Praktiken des Hörspielverlages Hörplanet einer kritischen Betrachtung unterzog, daraufhin prompt von den Hörplanet-Masterminds Dennis Rohling und Michael Eickhorst in ihrer Fresseschau (!!!) beschimpft wurde und stantepede mit einem Gegeneintrag antwortete, in dem er so ziemlich jede Beschimpfung des Duos entkräftete. Nun betreiben Rohling und Eickhorst aber nicht nur ihren Hörverlag, im Zuge der inzwischen dahingegangenen Podcast-Serie Hörspielkammer produzierten die beiden zusätzlich noch Rezensionen über andere Hörspiele (oder besser gesagt: Sie diskeditieren die Konkurrenz mit Negativkritiken. Oder versuchten es zumindest…), und wie nicht anders zu erwarten lief ihnen auch Udo Seelhofers Hörspiel vor die Flinte. Über das Ergebnis will ich nun als nicht am Hörspiel Beteiligter berichten (wenn auch erst nach wesentlich längerer Zeit als ursprünglich geplant, zumal genannter Podcast wie schon erwähnt inzwischen eingestellt wurde):

Zunächst einmal allgemeine Infos zu Ein Job wie jeder andere: Die Auftragskillerin Katja soll aus einem gewissen Thomas Bergmann, der die Tochter ihres Auftraggebers vergewaltigt haben soll, ein Geständnis herauspressen. Am Ende kriegen wir zwar ein solches, erfahren aber (noch) nicht, ob es den Tatsachen entspricht, vor allem da auch Katja am Ende Zweifel bekommt.

Meine persönliche Ansicht über das Hörspiel ist die, dass die Geschichte schlichtweg nicht fertig erzählt wurde. Es fühlt sich an wie die Vorgeschichte eines Thrillers, der da noch kommen sollte, wovon man vor allem nach dem mehr als nur offenen Ende ausgehen kann. Aus erster Hand – sprich von Udo Seelhofer höchstselbst – weiß ich, dass ein ebensolcher Zweiter Teil auch vorgesehen war, bislang aber noch nicht realisiert wurde.

So, und damit widmen wir uns dem, was die Kollegen Rohling und Eickhorst zu dem Thema glauben zu sagen zu haben. Dabei gehe ich allein auf die Höhepunkte der Rezenson ein, die reichen dürften, um sich ein Bild zu machen. Würde ich die ganze Rezi haarklein besprechen, wäre die Textdatei wohl länger als Udo Seelhofers Hörspielskript…

Nachdem uns bereits die Signation klarmacht, in welche Richtung die Rezension gehen wird (Udo Seelhofers Hörspiel wird mit den Kriminalfällen Kampusch und Fritzl gleichgesetzt und gleich mal unverblümt als „Mist“ bezeichnet), beginnt, was unsere Macher wohl für eine originelle Idee halten, nämlich diese Kritik als Gerichtsverhandlung gegen den schwerst unfähigen Autor zu inszenieren.

Da ich den Hörspielkammer-Podcast nicht höre, kann ich nicht sagen, ob dieses Stilmittel immer oder nur bei dieser speziellen Rezi zum Einsatz kommt, aber bereits jetzt zeigt uns die Stimme, die man Udo Seelhofer hier verpasst, mit welcher Subtilität Rohling und Eickhorst ans Werk gehen: Udo Seelhofer klingt nach Willen unserer Künstler nach Schüler, und zwar nach der Art Schüler, die am Schulhof schon mal aus Prinzip vermöbelt wird. Originell, sehr originell, es aber nicht wert, deshalb gleich den Anwalt einzuschalten: „Normale“ Zuhörer sind mit solchen Mätzchen nicht zu beeindrucken (und haben wahrscheinlich ohnehin bereits nach der Signation gestoppt), und das echte Rohling/Eickhorst-Klientel… naja… die schalten ein, um derartig infantile Scherze zu hören. (Da der Podcast aber wie schon erwähnt inzwischen dahingegangen ist, dürfte die Liste des zahlende Dauerpublikums – Ja, die Kritiken sind zumindest in diesem Fall ab Abschnitt 2 der Rezi zahlungspflichtig – eher übersichtlich gewesen sein.)

Erster Kritikpunkt: Das Ding hat den Titel Ein Job wie jeder andere, der Klappentext aber meint, es ist „definitiv kein Job wie jeder andere.“ Klarer Fall, da muss Udo Seelhofer irgendwie durcheinandergekommen sein…

…oder auch nicht. Denn wir sind hiermit feierlich an dem Punkt angelangt, an dem wir uns noch öfter wiederfinden werden: Inhaltlich haben unsere Kritiker nämlich prinzipiell RECHT, nur ist Udo Seelhofer hier der falsche Ansprechpartner. Als Betreiber eines Hörspielverlages sollte Rohling und Eickhorst eigentlich klar sein, dass ein Autor, der nicht sein eigener Verlag ist, keinen Einfluss darauf hat, was der Verlag auf die Rückseite der Hülle schreibt.

(Dem Illustrator des Covers dürfte ich an Udo Seelhofers Stelle ohnehin nicht begegnen, aber das ist wieder eine andere Geschichte…)

Plichtschuldigst wird auch mal postuliert, dass das Hörspiel auf einer Kurzgeschichte Seelhofers beruht. Ich zitiere:

A: „Eine sehr-sehr-Kurzgeschichte… hab die vorhin beim Kacken gelesen. Waren nur ein paar dürftige Seiten, hat kaum zum Abwischen gereicht.“

B: „Und wie war die Geschichte?“

A: „Dem Stuhlgang angemessen: Ziemlich belanglos und weich.“ RÜLPS

Wie schön, unser zwei Rezensenten machen uns nun endgültig klar, auf worauf wir uns einstellen dürfen. Das „N“ in „Hörspielkammer“ steht offensichtlich für Niveau… (um den billigen Kalauer mal hier bemühen). Aber was kann man auch von den Hörspielproduzenten erwarten, die ihren Konkurrenten angeblich CD-Hüllen gefüllt mit Exkrementen zusenden. Und nein, das habe ich (leider) nicht erfunden… (Wie sagt man vor Gericht so schön? Ach ja: „Es gilt die Unschuldsvermutung“ ;), Anm des Seitenchefs)

So, und nachdem das Schlachtfeld vorbereitet ist, wenden sich unsere Kritiker nunmehr dem eigentlichen Hörspiel zu:

Zitat Katja: „Wenn Sie nicht bezahlen, werden Sie Thomas Bergmann früher Gesellschaft leisten, als Ihnen lieb sein kann.“ Rohling/Eickhorst darauf: „Wann ist einem Sterben lieb?“ „Na… ähm… nie?“

Hier möchte ich bereits einhaken:

  • Offensichtlich will man Udo Seelhofer hier als einen miserablen Dialogautoren hinstellen. Tatsächlich vermitteln die beiden Kritiker hier eher den Eindruck, entweder noch nie in ihrem Leben einen Krimi oder Thriller gesehen/gehört/gelesen zu haben, oder sich einfach Kritikpunkte künstlich zu konstruieren. Ich tendiere zu Letzterem.
  • Ihr hört also raus, dass die beiden Rollen nicht wirklich miteinander sprechen, sondern dass ihre Aufnahmen zusammengeschnitten wurden. Ja, das ist auch so üblich, liebe Hörspielkammerer, und wenn ihr mir jetzt erzählen wollt, dass Ihr das beim Hörplaneten nicht macht, könnt Ihr das gerne tun. Nur glauben werde ich es Euch nicht…

Wenn man den Unterschied wirklich so extrem hört wie hier, dann ist das – und da sind wir wieder bei den bereits besprochenen Punkt – nicht Udo Seelhofers Fehler, sondern der des Verlages.

  • Der Plotpunkt an sich ist für’s Nirwana, das stimmt, aber die Auftragskillerin von Welt dürfte eine solche Drohung prophylaktisch wohl auf jeden Fall aussprechen (besonders wenn sie GEFRAGT wird, was bei Nichtbezahlen passiert).

Nach einem kleinen Zwischenspiel, in der sich unsere Feingeister unter anderem fragen, welche Drogen Jan Gaspard wohl wieder eingeworfen hat (zugegeben: Frage ich mich beim seiner Serie Offenbarung 23 auch immer wieder, aber ich würde es in einer ernsthaften Kritik nicht so ausdrücken) wenden wir uns den nächsten Punkten zu:

Man mokiert sich darüber, dass wir eine Minute lang Geräusche hören, die das Aufbrechen und Kurzschließen eines Autos darstellen sollen, anstatt einfach dem Erzähler den Satz „Die Killerin besorgt sich ein Auto.“ sagen zu lassen.

Und wieder: Kritikpunkt richtig, Adressat falsch. Hier möge man die Goldene Gurke bitte dem Regisseur des Machwerks zuschieben. Hätte nämlich Udo Seelhofer tatsächlich ins Skript geschrieben „1 Minuten lang Geräusche, die das Kurzschließen eines Autos darstellen“ (was er, wie ich aus erster Hand weiß, NICHT HAT; Tatsächlich steht im Skript der Satz, den Rohling/Eickhorst vorschlagen), so wäre es Aufgabe des Regisseurs gewesen, klarzumachen, dass das so nicht funktioniert, und das Ganze abzukürzen.

Man regt sich anschließend darüber auf, dass Thomas Bergmann trotz genauen Studiums der Gewohnheiten überraschend Besuch empfängt, Katja dennoch zuschlägt, dabei nicht genau vor dem Haus parkt… und noch über ein paar andere Krimiszenen…

Herrje, Leute, wenn ihr keine Kritikpunkte findet, dann macht es – ich habe es ob schon erwähnt – keinen Sinn, welche zu KONSTRUIEREN!!! So wirkt Ihr bestenfalls wieder so, als hättet Ihr noch nie im Leben einen Krimi oder Thriller gehört, gesehen oder gelesen.

Killerin Katja greift an… und die Sprecher harmonieren nicht…

…und wieder: FALSCHER ADRESSAT, DAMISCHES DUO!!! Was kann der AUTOR eines Hörspieles für die Sprecherauswahl des VERLAGES und die Leistungen der SPRECHER?

Unser Autor schreibt die 2-Sekunden-Grapschszene nur, um sich selbst aufzugeilen…

Ja, genau, Udo Seelhofer ist schlimmer als Jess Franco. Oder Thomas Bergmann ist der ihm vorgeworfenen Tat schuldig und bastelt sich eine Gegendarstellung – sprich LÜGE – zurecht, die er für glaubhaft hält, liebe Hörspielkammerer. Aber so sachlich wollen wir ja bitte nicht sein, oder…

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang übrigens, dass man sich diese 2 Sekunden-Szene ans Licht zerrt, von der später folgenden wesentlich expliziter gestalteten Darstellung der Ereignisse als Vergewaltigung die Finger lässt. Hatte da etwa jemand Angst, die Hörer könnten auf die Idee kommen, diese Szene könnte Euch über Gebühr angesprochen haben? (Anmerkung von Udo Seelhofer: Nach der Logik von Rohling und Eickhorst ist außerdem jede/r Tatort-DrehbuchautorIn potenzieller Serienmörder, weil er oder sie Morde in sein/ihr Drehbuch schreibt. Bei den AutorInnen von Serien wie „Dexter“, „Sons of Anarchy“ oder „Game of Thrones“ kriegen unsere zwei Möchtegern-Comediens wohl einen Schreikrampf.)

Die Musik passt nicht zu Folterszene…

REGISSEUR, NICHT AUTOR, HERRGOTT!!!

Gut, Ihr gebt es am Ende zu, dass Udo Seelhofer für die Musikauswahl nichts kann, aber vorher gibt’s minutenlanges Autorenbashing, also wische ich das jetzt genauso weg wie ihr den Einwand „Da kann Udo Seelhofer nichts dafür.“ wegwischt.

Zum nächsten Punkt, der expliziten Folterszene, zitiere ich jetzt einfach mal:

Kritiker 1: „Okay, hier geht’s also an‘s Eingemachte.“

Udo Seelhofer: „Genau. Das ist der Hauptteil des Hörspiels. Das Filetstück. Deshalb habe ich es eigentlich nur geschrieben.“

Kritiker 1: „Schlimm genug. Wer will schon solche Folterungen in epischer Breite hören?“

Kritiker 2: „Zumal man auch zu keiner Zeit weiß, was man von ihnen halten soll.“

Udo Seelhofer: „Von mir?“

Kritiker 2: „Nö, das is klar: Verdammt wenig.“

Endlich, endlich, endlich: Endlich verlassen wir den Raum der sachlichen Berichterstattung und werden endgültig persönlich!!! Darauf haben wir alle schon gewartet!!!

Aber es geht weiter, denn:

Jetzt mokieren wir uns darüber, dass wir als Hörer ja nicht wissen, wer von den beiden recht hat und folglich die Frage auftaucht, auf welcher Seite wir stehen sollen.

Dass das GENAU DER PUNKT DIESES HÖRSPIELES ist, kann natürlich nicht sein, oder? (Ich verweise hierbei gerne auch auf das Hörspiel Rache aus der Serie Mitschnitt, das ähnlich funktioniert, nur mit dem Unterschied, dass es als Einzelhörspiel einer Serie von Einzelhörspielen konzipiert war und die Sache am Ende aufklärt.) (Anmerkung von Udo Seelhofer: Ein gutes Beispiel ist auch der Film „Glaubensfrage“ mit Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman: Darin geht es um die Frage, ob der von Hoffman gespielte Pfarrer ein ihm anvertrautes Kind missbraucht hat oder nicht. Die Frage wird bis zum Schluss nicht definitiv beantwortet und letztlich der Interpretation der Zuschauer überlassen. Dämmert euch langsam, worauf ich hinaus will, Dennis und Michael?)

Nach ein paar billigen Witzen, für die sich Fips Asmussen geschämt hätte, spielt man für uns die Szene ab, in der Katja alles verzerrt Revue passieren lässt… leider so verzerrt, das wir nix verstehen.

Ratet mal.

Genau: Der Kritikpunkt stimmt, der Adressat ist wieder einmal mit schlafwandlerischer Sicherheit der Falsche. Die TONTECHNIK macht nämlich nicht der Autor, sondern… das wird euch jetzt überraschen, lieber Herr Rohling und Herr Eickhorst… DER TONTECHNIKER!!!

Katja trifft sich mit Ihrem Auftraggeber in seinem Wohnzimmer zur Geldübergabe. Das ist natürlich aus Sicht unserer Rezensenten vollkommener Schwachsinn, wo man den Auftraggeber und/oder Katja wohl polizeilich beobachten würde…

…was sie auch wahrscheinlich tun würden, HÄTTE MAN DIE LEICHE SCHON GEFUNDEN. Da das aber noch nicht der Fall ist, gibt’s (noch) keinen Fall und Katja und der Auftraggeber sind somit nichts anderes als zwei Privatpersonen, die sich in einem Wohnzimmer treffen. Und das ist gut so, denn die von Euch geforderte Geldübergabe an einem konspirativen Ort birgt die Gefahr, gesehen zu werden. In den eigenen vier Wände dürfte man im Allgemeinen dann doch eher ungestört sein.

Man ist hier versucht, unseren Kritikern vorzuwerfen, dass das alles klar wäre, wenn man sich das Hörspiel, dass man zerpflückt, auch ANHÖREN würde, aber im Laufe der Rezension haben Rohling und Eickhorst bereits zur Genüge bewiesen, dass hier Kritikpunkte konstruiert werden. In diesem speziellen Fall jedoch läuft das besonders fies ab, da natürlich Udo Seelhofer jetzt bei jedem, der das Hörspiel nicht kennt oder nicht mehr alle Einzelheiten im Gedächtnis hat, als ganz besonderer Volldepp dasteht. (Anmerkung von Udo Seelhofer: Außerdem kommt im Hörspiel raus, dass Bergmanns Haus keine direkte Nachbarschaft hat. Warum die Leiche dann zwangsläufig keine 24 Stunden später schon entdeckt sein muss, erschließt sich mir nicht.)

Udo Seelhofer wird in den Mund gelegt, dass es ein Skript für Teil 2 gibt…

…aber so geben unsere Kritiker unbeabsichtigt zu, dass man sehr wohl merkt, dass die Geschichte eigentlich noch weitergeht.

Udo Seelhofer bietet an, das Skript zu schicken, und unsere Kritiker meinen, „Da hab ich lieber eine Tüte Anthrax im Briefkasten.“ Und die Kritik is‘ um…

Originelles Ende, wirklich. Ungefähr so originell wie das Ende von Transformers. Ist noch keeeeein anderer auf so einen Witz gekommen… (Anmerkung von Udo Seelhofer: Bemerkenswert ist übrigens, dass ich das Angebot, das die beiden mir hier in den Mund legen, davor im Hörspieltalk-Forum, wo die zwei Hausverbot haben, gepostet habe. Und zwar schlappe 4 Monate vor Teil 1 der „Kritik“. Ich muss bei den beiden damals ja echt ins Mark getroffen haben, wenn sie Jahre später noch immer meine Beiträge lesen.)

Fassen wir also zusammen:

Man könnte meinen, dass Dennis Rohling und Michael Eickhorst dafür, dass sie Hörspiele produzieren, scheinbar verdammt wenig Ahnung davon haben, wie ein Hörspiel produziert wird. Munter werden dumme Klappentexte, schlechte Inszenierung, schlechte Sprecherleistungen oder miese Technik dem Autor angelastet, anstatt sie dem wahren Schuldigen anzukreiden. Den Rest der Zeit basteln wir uns Kritikpunkte, die es nicht gibt und garnieren das Ganze mit ein paar billigen Witzchen, gerne aus dem fäkalen Bereich.

Wir, die wir dank dieses Blogs den tieferen Einblick haben, wissen natürlich, was diese Kritik wirklich ist: Die Rache zweier beleidigter Leberwürste, die immer noch nicht darüber hinweggekommen sind, dass Udo Seelhofer die Verlagspolitik kritisch betrachtet hat. Wohlgemerkt: Die VerlagsPOLITIK, nicht die PRODUKTE, denn über Hörplanets Herzeigeserie, die Lady Bedfort-Reihe, schrieb Udo Seelhofer, dass er sie ganz gerne mag und immer wieder mal hört. (Mir persönlich wurde der Miss Marple-Klon recht schnell langweilig, wohl aber hauptsächlich deshalb, weil mir die Agatha Christie – Ästhetik generell nicht liegt. Ich bin definitiv von der Holmes / Van Dusen / Dupin – Fraktion.)

So, damit hätten wir also mal die Analyse analysiert und als erstklassigen, unsachlichen Fehlschuss entlarvt. Wenn Ihr das Hörspiel nicht mögt, liebe Hörplanetler: Schön. Euer gutes Recht. Aber wenn Ihr Euch schon dazu berufen fühlt, es auf Eurem Podcast zu zerlegen, sollte das Ergebnis nicht so ausfallen, dass selbst Laien auf dem ersten Blick erkennen, dass Ihr permanent die falsche Person angreift und Angriffspunkte kreiert, wo schlichtweg keine sind.

Und das Schlimmste an der Kritik: Sie ist nicht mal lustig.

Damit lehne ich mich hiermit zurück und warte auf das Hassvideo aus dem Hause Rohling und Eickhorst. Oder zumindest auf eine saftige Hassmail…


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