Hellraiser 4 – Bloodline von Kevin Yagher

Hellraiser 4 - Bloodine von Kevin Yagher (als Alan Smithee, USA 1996)Im 22. Jahrhundert versucht ein Wissenschaftler namens Paul Merchant (Bruce Ramsay) das richtig zu stellen, was seine Vorfahren falsch gemacht haben: Er möchte das Tor zur Hölle für immer schließen, das mit einer Puzzlebox, die einer seiner Ahnen angefertigt hat, vor Jahrhunderten geöffnet wurde. Von Generation zu Generation versuchen die Merchants seither, der Hölle Einhalt zu gebieten. Nun hat Paul Merchant ein Gegenstück zu der Puzzlebox entworfen, die das Tor zur Hölle für immer schließen soll. Dabei wird er aber unterbrochen, als eine Spezialeinheit in die Raumstation eindringt und ihn festsetzt. Nun muss er die ihn verhörende Rimmer (Christine Harnos) davon überzeugen, dass er nicht verrückt ist und sie alle in Gefahr sind. Deshalb erzählt er ihr die Geschichte seiner Familie. Die Zeit drängt, denn die Höllenkreatur Pinhead und seine Cenobiten dezimieren die Crew der Spezialeinheit sehr schnell...


Hellraiser 4 – Bloodine von Kevin Yagher (als Alan Smithee, USA 1996)

Im 22. Jahrhundert versucht ein Wissenschaftler namens Paul Merchant (Bruce Ramsay) das richtig zu stellen, was seine Vorfahren falsch gemacht haben: Er möchte das Tor zur Hölle für immer schließen, das mit einer Puzzlebox, die einer seiner Ahnen angefertigt hat, vor Jahrhunderten geöffnet wurde. Von Generation zu Generation versuchen die Merchants seither, der Hölle Einhalt zu gebieten. Nun hat Paul Merchant ein Gegenstück zu der Puzzlebox entworfen, die das Tor zur Hölle für immer schließen soll. Dabei wird er aber unterbrochen, als eine Spezialeinheit in die Raumstation eindringt und ihn festsetzt. Nun muss er die ihn verhörende Rimmer (Christine Harnos) davon überzeugen, dass er nicht verrückt ist und sie alle in Gefahr sind. Deshalb erzählt er ihr die Geschichte seiner Familie. Die Zeit drängt, denn die Höllenkreatur Pinhead und seine Cenobiten dezimieren die Crew der Spezialeinheit sehr schnell…

Hellraiser 4 – Bloodline
Da Halloween wieder naht, wird es Zeit, hier wieder ein paar Horrorfilme zu besprechen. Da ich die Hellraiser-Reihe hier noch nie besprochen habe,  habe ich mir mal den einzigen Teil geschnappt, den ich auf Blu Ray habe, um diese Lücke zu schließen.
„Bloodline“ ist im Vergleich zu seinem direkten Vorgänger durchaus ein Schritt in die richtige Richtung. Denn während „Hellraiser 3 – Hell on Earth“ vor allem durch Langeweile und blöde Einfälle bestach, versuchten Regisseur Kevin Yagher und Drehbuchautor Peter Atkins wenigstens, in den vierten Teil des Franchises ein wenig Abwechslung hinein zu bringen. Außerdem vollbringt Bruce Ramsay das Kunststück, jeden seiner Ahnen zu spielen und dabei trotzdem nicht als der selbe Schauspieler erkannt zu werden. Dafür gebührt ihm Respekt. Auch die restlichen Schauspieler leisten sich keine gröberen Ausfälle, obwohl ihre Charaktere nur das übliche Kanonenfutter für Horrorfilme darstellen. Die anderen Cenobiten (allen voran Valentina Vargas als Angelique und die Zwillinge) sehen gar nicht so schlecht aus. Nur: Das war es auch schon mit den positiven Punkten.

Yagher lässt seinen Namen streichen
Das erste Alarmzeichen ist, dass Yagher darauf drängte, seinen Namen zu streichen und durch das Synonym Alan Smithee zu ersetzen, weil er einen dauerhaften Schaden für seine Karriere befürchtete. „Hellraiser 4 – Bloodline“ war dann auch sein letzter Auftritt als Regisseur, fortan konzentrierte Yagher sich wieder auf seine Arbeit als Makeup-Spezialist.
Das größte Problem des Filmes ist, dass die zahlreichen Rückblenden, in denen Merchant seine Geschichte erzählt, und die Handlung in der Zukunft nie zu einem Ganzen werden. Dafür gibt es drei Gründe: Die verschiedenen Schnipsel sind erstens nur sehr lose miteinander verbunden, beinahe wirken sie so, als ob es sich dabei um weg geworfene Ideen für andere Hellraiser-Filme handeln würde, die man noch irgendwie verarbeiten wollte. So wirkt „Hellraiser 4“ wie ein mehr schlecht als recht zusammen gehaltener Episodenfilm.
Zweitens fragt man sich mit der Zeit, wieso Merchant und Rimmer sich die Zeit nehmen, Merchants Familiengeschichte haarklein zu analysieren, während Pinhead in aller Seelenruhe den Rest der Spezialeinheit auslöschen kann, denn dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, muss Rimmer auch ohne Merchants Geschichte (die sie übrigens einfach so schluckt, was sehr unglaubwürdig ist) bis ins letzte Detail zu kennen, hier wäre wesentlich früheres Handeln angesagt. Zu diesen Problemen kommt dann noch ein Showdown, der den Namen nicht verdient und in dem Pinhead so phlegmatisch wirkt, als ob es ihm völlig egal wäre, wenn Merchant ihm das Licht ausbläst. Was dieser am Ende dann auch tut. Die restlichen Cenobiten tragen beim finalen Kampf ebenfalls nicht sehr viel zum Sieg ihrer Seite bei.

Die Blu Ray von „Hellraiser 4“
Wie bereits gesagt, habe ich mir für die Rezension die Blu Ray des Filmes vorgenommen. Von dieser möchte ich dringend abraten, da diese leider geschnitten ist und die Extras den Namen nicht verdienen. Dabei handelt es sich um ein Feature namens „Die Hellraiser Story“, wo einem in drei Minuten die vorherigen Filme zusammengefasst werden (kann man sich schenken, dafür gibt es IMDB) und „Die Cenobyten“, wo man in zwei Minuten noch einmal die Cenobyten und ihre Entstehungeschichte sieht (kann man sich ebenfalls schenken, schließlich hat man genau das kurz zuvor im Film gesehen). Da wäre es besser gewesen, stattdessen ein paar Trailer zu anderen Filmen drauf zu packen. Zu guter Letzt gibt es noch den Kinotrailer zu Hellraiser 4. Bild- und Tonqualität kommen auch nicht über eine durchschnittliche DVD hinaus (das wundert mich allerdings nicht, schließlich steht auf der Rückseite ganz klein drauf, dass hier Oliver Krekels DigiDreams die Finger im Spiel hatte und der hat ja schon öfter behauptet, dass Blu Ray nicht gleichbedeutend mit besserer Bildqualität ist). Dafür brauche ich auf jeden Fall keine Blu Ray.

Fazit zu „Hellraiser 4 – Bloodline“
Den vierten Teil der Hellraiser-Reihe muss man nicht unbedingt gesehen haben. Besser als sein Vorgänger ist er aber trotzdem.


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