Hörspielrezension: Reverend Pain – Die Zeit der Finsternis

Veröffentlichung: Februar 2010


Veröffentlichung: Februar 2010

Autor: Steve Salomo

Regie und Produktion: Thomas Birker

Dialogbuch: Thomas Birker & Alex Streb

Musik: Tom Steinbrecher

Sprecher: Engelbert von Nordhausen, Ulrike Stürzbecher, Klaus-Dieter Klebsch, Marie Bierstedt, Hennes Bender, Christian Rode, u.a.

Länge: ca. 55 Minuten

Inhalt: In einer fernen Zukunft ist die Welt völlig gottlos geworden. Genau diesen Zeitpunkt haben sich die Dämonenhorden aus der Hölle ausgesucht, um über die Menschen herzufallen. Doch Luzifers Heerscharen haben die Rechnung ohne die Priesterschaft gemacht. Diese besteht aus bis an die Zähne bewaffneten, gottesfürchtigen Männern, welche die Dämonen zurück in die Hölle treiben. Dennoch gibt es überall auf der Erde noch Dämonennester. Die Priesterschaft schickt ihre Angehörigen in die ganze Welt hinaus, um auch die letzten hiervon auszuräuchern. Einer von ihnen, ein gewisser Reverend Pain, stößt auf ein solches Nest, als ein Vampirdämon namens Graf Orlov die junge Senna Randall entführt, die ihre Schwester aus den Klauen Orlovs retten wollte. Pain will die Mädchen natürlich befreien und stellt sich den Vampiren Orlovs im Alleingang entgegen…

Kommentar: Wow. „Reverend Pain“ zeigt, dass die Jungs und Mädels von Dreamland all das, was sie bei „Burg Frankenstein“ falsch gemacht haben, anscheinend doch richtig hinbekommen, wenn sie nur wollen. „Reverend Pain“ ist in der Reihe „Dreamland Action“ erschienen und was soll ich sagen: Der Reverend rockt wie die Hölle! Kurzweilige und actiongeladene Story, Sprecher die ihre Rollen perfekt verkörpern, coole Oneliner und eine generelle Larger-than-Life-Atmosphäre sorgen – in Verbindung mit einer gut gemachten musikalischen Untermalung (die mehr als einmal stark an den Soundtrack der „Masters of the Universe“-Hörspiele aus den 80ern von H. G. Francis erinnert) – dafür, dass man beim Zuhören immer mehr in die Geschichte hineingezogen wird. So fiebert man richtig mit, wenn der Reverend beim großen Showdown einen Vampir nach dem anderen in Staub verwandelt (und dabei noch mitzählt), während diese versuchen, ihn in seine Einzelteile zu zerlegen.

Dass dieses Hörspiel so großartig funktioniert, liegt zu einem guten Teil auch an Engelbert von Nordhausen, der hierzulande unter anderem Samuel L. Jackson seine Stimme leiht und in diesem Hörspiel den Vampirärsche tretenden Reverend Pain spielt. Ergänzt wird er hier unter anderem von Klaus-Dieter Klebsch (Synchronstimme von Hugh Laurie), der als Graf Orlov wohl die Zeit seines Lebens hatte, so sehr merkt man ihm den Spaß beim Overacting an. Der Rest steht dem in nichts nach, das Hörspiel ist bis in die kleinste Nebenrolle mit sehr guten Sprecherinnen und Sprechern besetzt, denen man anmerkt, dass sie ihre Rollen hier mit der nötigen Portion Humor spielen.

Die Soundkulisse ist ebenfalls perfekt. Ständig rummst, kracht und explodiert irgendwo irgendwas, die Kämpfe mit den Vampiren kommen mit einer ordentlichen Heftigkeit daher und man hat eigentlich nur zwei- bis dreimal Zeit zum Atmen. So hat man das Gefühl, man wäre mittendrin in der Action.

Fazit: Coole und geradlinig erzählt Story, eine blendend aufgelegte Sprecherriege und jede Menge Action. Hörspielfanherz, was willst du mehr?

Bildquelle: Dreamland


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