Mein Kommentar zur Demo gegen den Akademikerball

Derzeit sieht es so aus, als ob jeder, der die Demo gegen Akademikerball (vormals WKR-Ball) auch nur von weitem gesehen hat, mit der Minderheit von Idioten gleichgestellt, die in der Innenstadt randaliert haben. Mit Unterstützung der Boulevardpresse und Teilen der so genannten "Qualitätsmedien" redet der Wiener Polizeipräsident sogar schon davon, dass die Polizei noch viel zu wenig martialisch vorgegangen sei. Abgesehen davon, dass mir die Polizisten leid tun, die den Blödsinn, den ihre Führungsebene so verzapft, dann auf der Straße ausbaden müssen, hätte ich dazu nur noch eine Frage:


Derzeit sieht es so aus, als ob jeder, der die Demo gegen Akademikerball (vormals WKR-Ball) auch nur von weitem gesehen hat, mit der Minderheit von Idioten gleichgestellt, die in der Innenstadt randaliert haben. Mit Unterstützung der Boulevardpresse und Teilen der so genannten „Qualitätsmedien“ redet der Wiener Polizeipräsident sogar schon davon, dass die Polizei noch viel zu wenig martialisch vorgegangen sei. Abgesehen davon, dass mir die Polizisten leid tun, die den Blödsinn, den ihre Führungsebene so verzapft, dann auf der Straße ausbaden müssen, hätte ich dazu nur noch eine Frage:

Sagt mal, gehts noch?
Nicht nur, dass hier mal eben an die 6000 friedliche Leute mit einer Minderheit von 200 bis 300 Durchgeknallten auf eine Stufe gestellt werden, redet man hier schon von Waffengewalt und dass man nicht so deeskalierend hätte agieren sollen. Dass bei der Demo auch Leute mit Kindern waren, ist dabei offenbar egal und kommt mir nicht mit „Denen würde ja nichts passieren!“, denn wenn so etwas einmal eskaliert, kann so ziemlich alles geschehen. Damit will ich nicht sagen, dass man gegen solche Randalierer gar nichts tun soll, aber die Strategie, die man dieses Mal angewendet hat, ist wohl ein wenig daneben gegangen, oder? Vielleicht sollte man vonseiten der Polizei also eher darüber nachdenken, solche Geschichten in Zukunft von einer unabhängigen Expertengruppe evaluieren zu lassen und deren entsprechende Empfehlungen umsetzen, anstatt dass sich die Führungsebene (noch einmal: Ich rede hier nicht von den Beamten auf der Straße, die können nichts für das Versagen ihrer Chefs) im Nachhinein selbst gegenseitig auf die Schulter klopft.
Wozu distanzieren?
Ich distanziere mich nicht vom Inhalt dieser Demo, wie das nun offenbar von allen anderen gefordert wird. Mich von der Gewalt zu distanzieren erachte ich für unnötig: Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich Gewalt in jeder Form verabscheue. Ich wehre mich aber dagegen, dass jetzt die Mehrheit der Demonstranten mit einer durchgedrehten Minderheit auf eine Stufe gestellt wird und damit meine ich nicht die Aussagen der FPÖ (von denen habe ich nichts anderes erwartet), sondern die von allen anderen, die jetzt auf die Demonstranten eindreschen.

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