Texas Chainsaw Massacre 4: The Next Generation von Kim Henkel

Ein Haufen saudämlicher Kackbr.....äh, Verzeihung.....eine Gruppe hoffnungsfroher Teenager gerät in einen Autounfall. Auf der Suche nach Hilfe stolpern sie erst durch einen finsteren Wald und dann mitten rein in Leatherface und seine komplett durchgeknallte Familie. Die fängt natürlich sofort damit, einen nach dem anderen zu massakrieren...


Ein Haufen saudämlicher Kackbr…..äh, Verzeihung…..eine Gruppe hoffnungsfroher Teenager gerät in einen Autounfall. Auf der Suche nach Hilfe stolpern sie erst durch einen finsteren Wald und dann mitten rein in Leatherface und seine komplett durchgeknallte Familie. Die fängt natürlich sofort damit, einen nach dem anderen zu massakrieren…

 

[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=PNsgi_n-hro[/embedyt]

 

Eigentlich hat der vierte Texas Chainsaw Massacre-Teil alle Zutaten für einen Film, den ich nur hassen könnte. Da wäre zum Einen Kim Henkels Aussage, dass es sich bei diesem Film um eine Parodie auf den Status des Horrorfilms zur Zeit seiner Entstehung handele. Deshalb sei zum Beispiel der im ersten Teil noch so effiziente Leatherface hier eine schreiende Drag Queen, also – so wie der Horrorfilm an sich – nur noch eine Travestie und Karikatur seiner selbst. Man kann schon sehen, worauf Henkel hier hinaus will. Es bringt halt nur nix, wenn einem dann sonst nicht mehr einfällt, als Klischee an Klischee zu reihen und dann wohl zu erwarten, dass sich der Zuschauer die Parodie dann selbst dazudenkt. Das hier unterscheidet sich nicht großartig von dem im selben Zeitraum erschienenen 9. Teil der „Freitag der 13. Reihe“ („Jason goes to hell“). Der fast im selben Jahr herausgekommene 7. Nightmare on Elm Street-Teil ist zwar auch nicht perfekt, funktioniert aber als Kommentar zum Genre wesentlich besser, weil er eine Meta-Ebene hat, die dieser angeblichen Parodie hier völlig abgeht.

Kommen wir zu unseren Protagonisten. Diesen möchte ich zunächst eine richtig gute Nachricht überbringen: Ihr werdet nie an einem Gehirntumor leiden. Allerdings nicht, weil ihr alle Wunder der Genetik und gegen Krebs immun wärt, nein. Euch fehlt dafür eine sehr wichtige Grundvoraussetzung: Das Gehirn! Mal ehrlich, ich habe noch nie eine solche Ansammlung völlig, verblödeter, unsympathischer, verachtenswerter, dämlicher…Hohlbirnen gesehen und das will bei den Filmen, die ich schon kenne, etwas heißen! Das geht von der Tussi, die ihrem Arschloch-Freund tatsächlich glaubt, er könne Prostatakrebs kriegen, wenn er nicht durch die Gegend vögelt bis hin zu dem Idioten, der vergisst, dass man bei einer Flucht auch mal abbiegen kann, um seinen Verfolger abzuhängen. Letzterer hat mich fast noch mehr aufgeregt als die blöde Zicke. Da macht sich Vilmer den Spaß, ihn mit dem Auto quer durch den Wald zu jagen. Leider hat das von ihm ausgeguckte Ziel das Wort „Opfer“ quer über die Stirn geschrieben, die blöde Sau versucht nicht einmal einen Haken zu schlagen. So ist man bereits nach zwei Sekunden schwer in Versuchung, Vilmer die Daumen zu drücken. Gut, andererseits schafft es Renée Zellwegers Jenny bei ihrem Fluchtversuch ein paar Minuten später, sich im einzigen Unterholzgestrüpp weit und breit zu verfangen. Vilmers ungläubig-belustigter Gesichtsausdruck hat da meine Gedanken ganz gut wiedergespiegelt.

Schauspielerisch schaut man in diesem Film im Rückblick natürlich vor allem auf Renée Zellweger und Matthew McConaughey. Letzterer ist der Hauptgrund, warum man sich den Film anschauen sollte. Durch seinen Körpereinsatz und sein vollkommen rücksichtsloses Overacting erreichen schon fast das Level von Jeremy Irons in Dungeons & Dragons. Zellweger rechne ich hoch an, dass sie – anders als so mancher andere Hollywoodstar – sich für ihre „Jugendsünden“ nicht zu schämen scheint, ganz im Gegenteil:

 

[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=cKJsaxaY6j8[/embedyt]

 

Das gilt übrigens auch für Matthew McConaughey:

 

[embedyt] https://www.youtube.com/watch?v=xufM-3_DP9Q[/embedyt]

 

Und irgendwie überträgt sich der Spaß, den die zwei hatten, dann doch auf die Leinwand. Versteht mich nicht falsch: Der Film versagt als Parodie und als Horrofilm ist er auch nicht zu gebrauchen. Trotzdem kann man nicht anders, als mit den beiden zu lachen und nicht über sie. So komme ich zum ersten Satz meiner Rezension zurück und muss feststellen, dass ich diesen Film einfach nicht hassen kann. Dafür hat er mir, vielleicht nicht aus den intendierten Gründen, einfach zu viel Spaß gemacht.

 

Texas Chainsaw Massacre . The Next Generation

Subscribe
Benachrichtige mich zu:
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Alltagshirngespinste auf Facebook

Aktuelle Tweets