The Girlfriend Experience von Steven Soderbergh

The Girlfriend Experience von Steven Soderbergh (USA 2009)Chelsea (Sasha Grey) ist ein Callgirl der Luxusklasse in Manhattan. Ihr Spezialgebiet: Sie kann bei Ihren Kunden die Illusion einer echten Beziehung erwecken. Sie zieht sich so an, wie die Kunden es wollen, geht mit ihnen aus, heuchelt ihnen Gefühle vor und hört ihnen zu, bevor sie am Ende mit ihnen schläft. Ihr Freund Chris (Chris Santos) arbeitet als Fitnesstrainer. Der Film zeigt Chelsea an fünf nicht aufeinanderfolgenden Tagen, wie sie sich mit Kunden trifft, an ihrer Homepage arbeitet, von einem Journalisten interviewt wird, mit ihrem Freund streitet und sich fragt, ob sie für einen neuen Klienten ihre Regel, niemals mit einem von ihnen wegzufahren, brechen soll. Bei letzterem stellt sich die Frage ob es das wirklich wert ist, weil sie dadurch ihre Beziehung mit Chris aufs Spiel setzt...


The Girlfriend Experience von Steven Soderbergh (USA 2009)

Chelsea (Sasha Grey) ist ein Callgirl der Luxusklasse in Manhattan. Ihr Spezialgebiet: Sie kann bei Ihren Kunden die Illusion einer echten Beziehung erwecken. Sie zieht sich so an, wie die Kunden es wollen, geht mit ihnen aus, heuchelt ihnen Gefühle vor und hört ihnen zu, bevor sie am Ende mit ihnen schläft. Ihr Freund Chris (Chris Santos) arbeitet als Fitnesstrainer. Der Film zeigt Chelsea an fünf nicht aufeinanderfolgenden Tagen, wie sie sich mit Kunden trifft, an ihrer Homepage arbeitet, von einem Journalisten interviewt wird, mit ihrem Freund streitet und sich fragt, ob sie für einen neuen Klienten ihre Regel, niemals mit einem von ihnen wegzufahren, brechen soll. Bei letzterem stellt sich die Frage ob es das wirklich wert ist, weil sie dadurch ihre Beziehung mit Chris aufs Spiel setzt…

The Girlfriend Experience von Steven Soderbergh
(Liegt es an mir, oder sieht Sasha Grey in dem Trailer tatsächlich aus wie Audrey Hepburn?) Falls die obige Inhaltsangabe für euch so klingt, als ob „The Girlfriend Experience“ keine wirklich stringente Handlung hätte, dann liegt ihr damit absolut richtig. Dass der Film die Zuschauer trotzdem über die (zugegeben recht kurze) Laufzeit von nicht ganz 75 Minuten fesselt, liegt vor allem an Sasha Grey, einem Star in der Pornobranche, den Soderbergh für die Hauptrolle gecastet hat. Ich habe mich den ganzen Film über gefragt, ob das, was sie hier zeigt, eine Performance ist, oder ob sie sich einfach nur selber spielt. Deshalb finde ich es höchst amüsant, dass beinahe jeder, der diesen Film nicht mag, das ebenfalls an Sasha Grey festmacht, der Vorwurf, sie wirke emotionslos und von der Wirklichkeit völlig isoliert, ist öfter zu hören. Nur: Genau darum geht es in diesem Film. Chelsea ist durch ihren Job nämlich genau das geworden und das wird in dem Film sehr gut herausgearbeitet. Ihr jetzt vorzuwerfen, sie agiere in dem Film emotionslos und unterkühlt, ist ein wenig so als ob man John Wayne verurteilen würde, weil er sich in seinen Western wie ein Cowboy aufführt. Es stellt sich daher nur eine Frage: Ist Sasha Grey tatsächlich so (dann tut sie mir leid) oder schauspielert sie hier (dann muss ich sagen: Hut ab!)? Schaut euch einfach mal dieses Interview an:

Zurück zum Film: Dieser hat – wie oben erwähnt – keine stringente Handlung. Es gibt aber dennoch einige Dinge, die das ganze zumindest lose zusammenhalten. Die Probleme mit ihrem Freund, die Eitelkeiten ihrer Kunden, etc… So wird zwar keine klassische Spannungskurve aufgebaut, interessant anzuschauen ist der Film aber trotzdem (und nein, man sieht keine nackte Haut, falls jemand von euch darauf spekulieren sollte).

Fazit zu The Girlfriend Experience
Dieses Review kann ich mal wieder eher kurz halten. Wer ein Problem damit hat, wenn ein Film nicht der klassischen Drei-Akte-Struktur folgt, sollte die Finger von „The Girlfriend Experience“ lassen. Wenn man damit keine Schwierigkeiten hat, kann man sich den Film ruhig ansehen.


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