Tucker and Dale vs Evil von Eli Craig

Eigentlich möchten Tucker und Dale nur ein paar Tage in ihrem neulich erworbenen Ferienhaus verbringen. Daraus wird aber nichts, als Dale die hübsche Allison sieht, verliebt er sich sofort in sie. Da Dale in Anwesenheit von Frauen keinen geraden Satz herausbringt und aufgrund einiger weiterer unglücklicher Zufälle halten Allisons Freunde die sympathischen Hillbillys Tucker und Dale für ein psychopathisches Mörderduo...


Eigentlich möchten Tucker und Dale nur ein paar Tage in ihrem neulich erworbenen Ferienhaus verbringen. Daraus wird aber nichts, als Dale die hübsche Allison sieht, verliebt er sich sofort in sie. Da Dale in Anwesenheit von Frauen keinen geraden Satz herausbringt und aufgrund einiger weiterer unglücklicher Zufälle halten Allisons Freunde die sympathischen Hillbillys Tucker und Dale für ein psychopathisches Mörderduo…

 

(Spoiler) I know, i’m a little bit late to the party. Als „Tucker und Dale vs Evil“ 2010 herauskam, hat mich der Film überhaupt nicht interessiert. Ich hatte eine Zeit lang einfach die Schnauze voll von all diesen Meta-Filmen. Das hat sich wieder etwas gewandelt und als ich den Film heute auf Sky gefunden habe, dachte ich mir: „Warum eigentlich nicht? Schlechter als The Eloise Asylum davor kann er auch nicht sein.“ Dass der Film aber so gut sein wird, wie er dann war, damit hätte ich auch nicht gerechnet.

„Tucker und Dale vs Evil“ zieht die ganzen Klischees, die in Horrorfilmen immer wieder ausgewalzt werden, recht gekonnt durch den Kakao. Die Gruppe College-Kids, von denen sich jedes einzelne für den Mittelpunkt des Erdenrundes hält, könnte so in jedem ernstgemeinten Slasherfilm vorkommen. Diese völlig unangebrachte Überheblichkeit geht sogar so weit, dass sie andere mögliche Erklärungen so lange verbiegen, bis sie zu ihrer Sicht der Dinge passen. Ihr tyrannischer Anführer begreift bis zum Schluss nicht, dass er schon längst nicht mehr der Held in dieser Geschichte ist. Besonders schön ist es, wenn die ignoranten Deppen einer nach dem anderen den Retter in der Not spielen wollen und sich mit ihren idiotischen Aktionen selbst ins Jenseits befördern. Mein Favorit ist der Spaßvogel, der bei seiner Sprungattacke versehentlich kopfüber im Häcksler landet.

Dabei ist „Tucker und Dale“ nicht nur eine grandiose Parodie auf das Slashergenre, sondern auch ein Film über schief gegangene Kommunikationsversuche. Wie die verschiedenen Fraktionen hier (auf extrem witzige Art und Weise) kilometerweit aneinander vorbei reden, habe ich so gekonnt umgesetzt in dieser Art von Film noch nicht gesehen. Bei Alan Tudyk und Tyler Labine als Tucker und Dale  merkt man sofort die stimmende Chemie. Hinzu kommt, dass – wie schon erwähnt – die ganzen tödlichen Slapstickeinlagen perfekt getimet und großartig anzuschauen sind.

 

Fazit zu „Tucker und Dale vs Evil“

Der Film ist eine liebenswerte Verbeugung vor Filmen wie „Freitag der 13.“, „Texas Chainsaw Massacre“ und wie sie alle heißen. Von mir gibt es eine Empfehlung.

 

Tucker & Dale vs Evil

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