übernacht von Johanna Steiner

übernacht von Johanna SteinerIn Berlin wird gerade Silvester gefeiert. Jan (Tom Schilling) startet gerade mit seiner Boyband durch und hat nun zum ersten Mal seit Monaten ein paar Tage frei, um seine Gedanken zu sortieren und darüber nachzudenken, dass sein Leben nun nach dem Durchbruch in anderen Bahnen verlaufen wird als davor. Seine ehemalige Schulkollegin Nele (Fritzi Haberlandt) bringt ihn dazu, mit ihr auf eine Party zu gehen. Die junge Audrey (Julia Hummer) will die Nacht ihres noch jungen Lebens verbringen. Dabei verläuft aber einiges nicht so wie geplant, bis sie an einem Kiosk Serdar (Ismail Deniz) trifft. Ella (Vera Teltz) kehrt für eine Nacht aus Amerika zurück. Sie möchte ihrem Freund (Sascha Rotermund) sagen, dass sie schwanger ist und die Weichen für ihre Zukunft stellen. Die Schicksale von diesen Menschen berühren sich in dieser einen Nacht...


übernacht von Johanna Steiner

In Berlin wird gerade Silvester gefeiert. Jan (Tom Schilling) startet gerade mit seiner Boyband durch und hat nun zum ersten Mal seit Monaten ein paar Tage frei, um seine Gedanken zu sortieren und darüber nachzudenken, dass sein Leben nun nach dem Durchbruch in anderen Bahnen verlaufen wird als davor. Seine ehemalige Schulkollegin Nele (Fritzi Haberlandt) bringt ihn dazu, mit ihr auf eine Party zu gehen. Die junge Audrey (Julia Hummer) will die Nacht ihres noch jungen Lebens verbringen. Dabei verläuft aber einiges nicht so wie geplant, bis sie an einem Kiosk Serdar (Ismail Deniz) trifft. Ella (Vera Teltz) kehrt für eine Nacht aus Amerika zurück. Sie möchte ihrem Freund (Sascha Rotermund) sagen, dass sie schwanger ist und die Weichen für ihre Zukunft stellen. Die Schicksale von diesen Menschen berühren sich in dieser einen Nacht…


Übernacht von Johanna Steiner
Eigentlich hätte ja „übernacht“ aus dem Jahr 2011 von Oliver Rohrbecks Lauscherlounge mein Silvesterreview sein sollen (der Text ist aber nicht rechtzeitig fertig geworden), da es thematisch besser gepasst hätte. Dafür kommt es jetzt mit ein paar Tagen Verspätung.

Weggabelungen
Hier geht es um drei Menschen, die in ihren Leben an einem Wendepunkt angekommen sind und nun zur Jahreswende wird sich auch entscheiden, wie es mit ihnen weitergeht. Jeder kennt dieses Gefühl, dass er in seinem Leben an einer Kreuzung steht und sich fragt, welchen Weg er denn jetzt nehmen soll (vielleicht gefällt mir das Hörspiel auch deshalb so gut, weil ich dieses Gefühl sehr genau kenne). Die große Stärke von „übernacht“ ist es, dass diese drei Geschichten absolut authentisch erzählt werden. Das Skript von Johanna Steiner driftet zu keinem Zeitpunkt in Melodramatik oder Kitsch ab und die Dialoge klingen wie direkt aus dem Leben gegriffen. „übernacht“ schafft hier etwas, was viele Hörspiele nicht können: Meist wird in diesen etwas mehr geredet und vor allem beschrieben als notwendig, damit die Zuhörer sich die jeweilige Szene besser vorstellen können. Steiner und die Sprecherinnen und Sprecher schaffen es, dass die Gespräche völlig natürlich klingen und man sich nie dabei ertappt, zu denken, dass niemand so reden und zum Beispiel den Raum, in dem er sich gerade befindet, so detailgetreu beschreiben würde (hoffe, es ist halbwegs klar, was ich meine).
Die hier erzählten Episoden sind nicht wirklich miteinander verbunden, es gibt maximal ein paar sehr lockere Berührungspunkte. Das stört aber nicht weiter, da die Übergänge sehr fließend gemacht sind und man sich zu jedem Zeitpunkt auskennt, in welcher Geschichte man sich gerade befindet (was – wenn ich an Filme wie „Das Werwolfspiel“ denke – keine Selbstverständlichkeit ist).
Sämtliche Rollen sind großartig besetzt. Tom Schilling, Fritzi Haberlandt, Vera Teltz (Pavor), Julia Hummer, Ismail Deniz und Co. machen einen großartigen Job und füllen ihre Rollen phänomenal aus.

übernacht – Das Fazit
„übernacht“ finde ich faszinierend. Das Hörspiel lässt sich in absolut keine Schublade stecken und fesselt den Hörer von der ersten Minute an mit tollen Performances und einer guten Geschichte. Hier gibts noch ein paar Making ofs dazu:

Und hier das Titellied:


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