Filme von A bis Z: Q wie Quatermain – Auf der Suche nach dem Schatz der Könige

Quatermain - Auf der Suche nach dem Schatzder KönigAuf der Suche nach dem geheimnisvollen Diamantenschatz von König Salomo entführt der deutsche Miliär Brockner (Herbert Lom) gemeinsam mit seinem Komplizen Dogati (John Rhys-Davies) den Archäologen Hunter, um sich eben diesen Schatz unter den Nagel zu reißen. Dessen Tochter Jesse (Sharon Stone) wendet sich deshalb an den Glücksritter Alla Quatermain (Richard Chamberlain), um ihren Vater zu retten und den Verbrechern zuvor zu kommen. Die turbulente Suche führt sie quer durch Afrika...


Quatermain – Auf der Suche nach dem Schatz
der König

Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Diamantenschatz von König Salomo entführt der deutsche Miliär Brockner (Herbert Lom) gemeinsam mit seinem Komplizen Dogati (John Rhys-Davies) den Archäologen Hunter, um sich eben diesen Schatz unter den Nagel zu reißen. Dessen Tochter Jesse (Sharon Stone) wendet sich deshalb an den Glücksritter Alla Quatermain (Richard Chamberlain), um ihren Vater zu retten und den Verbrechern zuvor zu kommen. Die turbulente Suche führt sie quer durch Afrika…

Quatermain – Auf der Suche nach dem Schatz der Könige

Als die Indiana Jones Filme gerade das Kino aufmischten, dachten sich die Laute bei der Filmschmiede von Cannon wohl, dass man mit einem ähnlich gestrickten Film schnelles Geld machen könnte. Da lag es natürlich nahe, sich einer Figur zu bedienen, die schon seit dem 19. Jahrhundert in Romanen ihre Leser begeisterte (und die auch ziemlich offensichtlich eine Inspirationsquelle für Lucas und Spielberg war) und deren Abenteuer schon in der 30er und 50er Jahren verfilmt wurden. So gesehen könnte man auch sagen, dass man mit einer der Inspirationsquellen eines Filmes dessen Erfolg kopieren wollte. Was Stab und Besetzung angeht, hat man – für Cannon-Verhältnisse – sogar sehr gute Leute bekommen. Okay, Herbert Lom bemüht sich den ganzen Film über redlich um die goldene Himbeere (und wurde dann auch dafür nominiert) und Sharon Stone lässt sich auch nicht wirklich anmerken, dass sie zu höheren Weihen berufen ist (obwohl sie sich in der Rolle der ständigen Damsel in Distress recht wacker schlägt). Aber Richard Chamberlain spielt den Protagonisten recht sympathisch und John Rhys-Davies fand ich damals (also 1985, genau 100 Jahre nach der Veröffentlichung des Buches) schon richtig gut. Was ich lange nicht wusste, war, dass mit J. Lee Thompson der Regisseur von „Die Kanonen von Navarone“ und „Kap der Angst“ hinter der Kamera die Fäden in der Hand hielt.

Eine Kindheitserinnerung

Ich kann bei diesem Film nicht wirklich objektiv sein. Das liegt daran, dass ich Quatermain 1 und 2 als Kind einfach geliebt habe, ebenso wie Indiana Jones. Da ich einfach hin und wieder ein nostalgischer Typ bin, kann ich mir diese Filme einfach nicht ansehen, ohne lächelnd daran zu denken, wie ich als 6-jähriger am Sonntagnachmittag vor dem Fernseher saß und mitfieberte, wenn Quatermain und Co im Kannibalenkessel den Hügel hinunter rollten. Da war es mich auch völlig egal, dass die Inszenierung bestenfalls holprig ist (nicht, dass mir damals sowas überhaupt aufgefallen wäre) und man alle afrikanischen Charaktere in dem Film offenbar mit dem kleinen Baukasten für Dschungel-Stereotypen zusammengesetzt hat. Dem Film deshalb übrigens – wie manche Kritiker das getan haben – gleich Rassismus zu unterstellen finde ich übertrieben, schließlich merkt man von der ersten Sekunde an, dass hier gar nichts ernst gemeint ist. Außerdem beruht der Film auf einer Vorlage, die in dieser Hinsicht nicht besser ist. Des Weiteren ist „Quatermain – Auf der Suche nach dem Schatz der Könige“ in gewisser Weise – genauso wie Indiana Jones – auch eine Hommage an die Abenteuerfilme der 30er – 50er Jahre, welche diese Stereotypen auch sehr oft bedient haben. Dass „Quatermain – Auf der Suche nach dem Schatz der Könige“ diese absichtlich so auf die Spitze treibt, dass man sie gar nicht mehr ernst nehmen kann, haben wohl nicht alle verstanden.

Fazit zu „Quatermain – auf der Suche nach dem Schatz der Könige“

Quatermain und die ersten drei Indiana Jones Fime sind daran schuld, dass ich heute die alten Abenteuerfilme, die – wie schon gesagt – hierfür Pate standen, so liebe. „Quatermain – Auf der Suche nach dem Schatz der Könige“ finde ich heute noch toll. Und er gefällt mir besser als Indy 4.


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