Filme von A bis Z: U wie …und dann kam Polly

...und dann kam PollyEin auch in seinem Privatleben ständig nur auf Sicherheit bedachter Risikomanager wird in den Flitterwochen von seiner frisch angetrauten Frau mit dem Tauchlehrer betrogen und erwischt sie in flagranti. Er bricht natürlich den Urlaub ab und zieht allein in sein neues Haus ein. Nach einiger Zeit trifft er zufällig seine alte Schulfreundin Polly wieder. Er verabredet sich einige Male mit ihr und die beiden verlieben sich ineinander. Da taucht seine Frau plötzlich wieder auf und will ihren Mann zurück. Nun muss Reuben eine Entscheidung treffen...


…und dann kam Polly

Ein auch in seinem Privatleben ständig nur auf Sicherheit bedachter Risikomanager wird in den Flitterwochen von seiner frisch angetrauten Frau mit dem Tauchlehrer betrogen und erwischt sie in flagranti. Er bricht natürlich den Urlaub ab und zieht allein in sein neues Haus ein. Nach einiger Zeit trifft er zufällig seine alte Schulfreundin Polly wieder. Er verabredet sich einige Male mit ihr und die beiden verlieben sich ineinander. Da taucht seine Frau plötzlich wieder auf und will ihren Mann zurück. Nun muss Reuben eine Entscheidung treffen…

Ich habe ja schon am Anfang des Film-ABCs befürchtet, dass mich die Lieblingsfilme meiner Freundin irgendwann mal einholen werden. Immerhin habe ich es bis zum Buchstaben U geschafft, bis das passiert ist. „…und dann kam Polly“ ist – auch wenn Romanzen so gar nicht mein Genre sind – trotzdem relativ unterhaltsam. Dennoch habe ich mit „…und dann kam Polly“ ein Problem, welches er sich aber mit gut 90 Prozent aller anderen Filme dieser Art teilt: Er ist in jeder Minute vorhersehbar und man hat selbst beim ersten Sehen den Eindruck, dass man den Film schon gesehen hat. Alles funktioniert nach Schema F: Polly und Reuben lernen sich kennen, sie sind beide extrem gegensätzlich, verlieben sich aber trotzdem. Dann kommt irgendwann Reubens Frau zurück, Polly und Reuben streiten sich und es sieht kurz so aus, als ob Reuben sich für seine Frau entscheiden würde, was er natürlich nicht tut. Am Ende reitet er mit Polly in den Sonnenuntergang, weil er ihr beweisen kann, dass auch er durchaus dazu bereit ist Risiken einzugehen. So weit, so vorhersehbar.

Unterhaltsam ist der Film trotzdem

Das tut dem Spaß in diesem Fall aber keinen Abbruch, was – ich wage kaum, es auszusprechen – vor allem an Ben Stiller liegt. Ja, ich habe ihn gefunden: Den einen Film, in dem Ben Stiller in meinen Augen tatsächlich so lustig ist, wie alle Welt zu behaupten scheint. (Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich mag „Meine Braut, ihr Vater und ich“ und seine beiden Fortsetzungen. Das liegt aber an allen anderen Beteiligten und eher nicht an Ben Stiller.) Ich kann das nicht einmal an einer bestimmten Szene festmachen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ihm hier „nur“ Jennifer Aniston „gegenübersteht“ und nicht etwa Robert De Niro und Blythe Danner (Alec Baldwin und Philip Seymour Hoffman haben einfach zu wenig Screentime, um ihm ernsthaft Konkurrenz zu machen). Außerdem wirkt er durchaus sympathisch, wenn er versucht, seine Unsicherheit zu überwinden und endlich auch einmal ein Risiko einzugehen. Die anderen Schauspieler (Jennifer Aniston, Alec Baldwin, Philip Seyour Hoffman, Debra Messing, Hank Azaria, u.a.) haben – wie schon gesagt – ehrlich gesagt nicht viel zu tun, obwohl sie alle einige Lacher auf ihrer Seite haben.

Fazit zu „…und dann kam Polly“

John Hamburgs „…und dann kam Polly“ ist ganz bestimmt kein Klassiker des Genres. Dazu ist er zu vorhersehbar und was den Humor angeht auch zu harmlos.  Unterhaltsam ist er trotzdem und wem das für einen gelungenen Filmabend mit der besseren Hälfte reicht, der ist mit dem Film sehr gut bedient (außerdem ist er perfekt zum Kuscheln, wenn ihr versteht, was ich meine ;)).


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