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Ralf Kemper |
Worum geht es in „Damned on Earth“?
Ralf Kemper: In „Damned on Earth“ geht es im weitesten Sinne um einen Krieg zwischen Himmel und Hölle. Um so frei wie möglich unsere Geschichte gestalten zu können haben wir unser eigenes himmlisches und höllisches Universum kreiert, jenseits von Religion und Kirche.
Im Frühling 2007 fing ich mit dem Drehbuch an. Ich habe den Anfang von Amons (der damals noch Simon hieß) Weg beschrieben, eine Art Roadmovie, in dem ihm immer wieder tote Frauen begegneten. Nach 30 Seiten kam ich allerdings nicht mehr weiter und so verschwand das angefangene Buch auf einer Back-Up-Sicherungs-CD meines Computers. Als mein PC dann den Geist aufgab und ich mir einen neuen zugelegt habe installierte ich die Daten der Back-Up-CD auf der neuen Festplatte und so fiel mir das Buch wieder in die Hände. Im Sommer 2011 habe ich mich dann wieder an die Geschichte gesetzt und im Oktober 2011 waren 75 Seiten und die Version 1 des Drehbuchs fertig. Aus dem Mystery-Roadmovie war eine Religionsparodie geworden. Wie es zu diesem Umbruch kam kann ich leider gar nicht mehr genau sagen. Ich bin kein gläubiger Mensch und kann mit dem Machtapparat der Kirche nicht viel anfangen. Dann kamen die Missbrauchsfälle der Kirche in die Schlagzeilen. Dann der Umgang der Kirche mit den Vorwürfen, einfach unfassbar. Das alles hat mich sicher beim Schreiben beeinflusst. Aber auch Filme wie „Dogma“ oder „Life of Brian“ standen dabei Pate.
Ich habe mich im Herbst 2011 mit meinen beiden Mitproduzenten Gerrit Reinecke und Noah Hunter zusammengesetzt, um das Drehbuch und die Finanzierung zu besprechen.
Zwischen den Drehtagen haben wir immer wieder Kampfchoreografien geübt und Textproben gemacht. Alles in allem sind so an die 100 Produktionstage entstanden.
Der Film befindet sich jetzt im Feinschnitt. Darüber hinaus arbeiten wir an den digitalen Effekten und hoffen, im Winter 2013/14, spätestens aber im Frühjahr 2014 Premiere feiern zu können.