Paranormal Investigations 3 – Tödliche Geister von Shane Van Dyke

Paranormal Investigations 3 - Tödliche Geister (USA 2009) von Shane Van DykeSamantha Finley wird seit einiger Zeit von einer übersinnlichen Entität um den Schlaf gebracht. Ihr Bruder Thomas hat die Idee, die Erscheinungen auf Video zu bannen, um der Sache so auf die Spur zu kommen. Deshalb installiert er überall im Haus Videokameras und zeichnet jedes Ereignis über mehrere Wochen hinweg auf. Es dauert nicht lange, bis Thomas die ersten rätselhaften Hinweise findet. Der Geist scheint darüber, dass er nun gefilmt werden soll, nicht gerade erfreut zu sein, denn von dem Moment an, in dem Thomas mit seinen Aufzeichnungen beginnt, werden auch die paranormalen Vorfälle intensiver und richtig lebensbedrohlich. Wenn Thomas seine Schwester retten will, muss er sich beeilen...


Paranormal Investigations 3 – Tödliche Geister (USA 2009) von Shane Van Dyke

Samantha Finley wird seit einiger Zeit von einer übersinnlichen Entität um den Schlaf gebracht. Ihr Bruder Thomas hat die Idee, die Erscheinungen auf Video zu bannen, um der Sache so auf die Spur zu kommen. Deshalb installiert er überall im Haus Videokameras und zeichnet jedes Ereignis über mehrere Wochen hinweg auf. Es dauert nicht lange, bis Thomas die ersten rätselhaften Hinweise findet. Der Geist scheint darüber, dass er nun gefilmt werden soll, nicht gerade erfreut zu sein, denn von dem Moment an, in dem Thomas mit seinen Aufzeichnungen beginnt, werden auch die paranormalen Vorfälle intensiver und richtig lebensbedrohlich. Wenn Thomas seine Schwester retten will, muss er sich beeilen…

Paranormal Investigations 3 – Tödliche Geister
Jetzt wird es verwirrend. Der Film, der in der „Paranormal Edition“ als „Paranormal Investigations 3 – Tödliche Geister“ gezeigt wird, heißt eigentlich „Paranormal Entity“, stammt aus dem Jahr 2009 und ist damit ein Jahr älter als „Paranormal Investigations 2“. Go figure. Die Titelvergabe bei deutschen Verleihern ist hier mal wieder ein echtes Rätsel, vor allem, wenn man bedenkt, dass Teil 2 auch zuerst unter einem anderen Titel, nämlich „8213: Gacy House“ bekannt war. Welchen Grund gibt es dann dafür, die Reihenfolge der Filme bei der Umbenennung umzudrehen? Mir fällt kein vernünftiger ein.
Dieser Film war Asylums erster Versuch, mit dem sie am Erfolg von „Paranormal Activity“ teilhaben

Dachte, ich zeige euch mal das Cover dieser „Paranormal Edition“.
Skeletor hat auch schon bessere Tage gesehen.

wollten. Die Zutaten sind beinahe identisch, Hauptdarstellerin Erin Marie Hogan sieht sogar ein ganz klein wenig so aus wie Katie Featherston aus dem filmischen Vorbild. Asylum ist hier ein echtes Kunststück gelungen: Ihr Film genauso gut wie das Original. Das heißt nur nicht besonders, da „Paranormal Activity“ der wohl unverdienteste Kinoerfolg der letzten zehn Jahre ist (irgendwann werde ich den hier noch rezensieren müssen).

Kopie vor dem Original
Kurios ist auch, dass PI3 eigentlich ein Jahr vor „Paranormal Activity“ gedreht wurde, was die ganzer Parallelen noch bemerkenswerter macht. Hier ist wohl die billige Kopie vor dem Original entstanden und Asylum wollte sich mit einem Film, der vorher drei Jahre lang bei ihnen im Giftschrank vergammelte, an den Erfolg dranhängen. Dass sogar die Jungs von Asylum so lange brauchten, um ihre Scham zu überwinden und diesen Film zu veröffentlichen sagt auch einiges aus.
PI3 hat gegenüber von „Paranormal Activity“ den Vorteil, dass der Film nicht bis zum letzten Moment wartet, bevor endlich einmal etwas passiert. Die „Schockeffekte“ sind hier etwas besser über den Film verteilt. Nur sind sie leider nicht besonders gut. Eigentlich könnte man die ganze Chose auch „Eine Tür knarzt – Der Film“ nennen, denn das und von der Wand fallende Kreuze scheint das einzige zu sein, das den Machern zum Thema „übersinnliche Phänomene“ einfällt. Der ganze Film ist eine irrsinnig zähe Angelegenheit, die einfach nur die gängigen Klischees abhakt und sich zu keinem Zeitpunkt Mühe gibt, der Handlung originelle Seiten abzugewinnen und die Zuschauer zu unterhalten. Thomas und seine Familie sind als Identifikationsfiguren ebenfalls völlig unbrauchbar, da man zuerst rein gar nichts über sie erfährt und sie sich dann im Verlauf des Filmes so blöd verhalten, dass man ihnen die Krätze an den Hals wünscht. Kleiner Tipp: Das Haus zu verlassen hilft nicht, wenn jemand besessen ist. Diese Leute nehmen ihre Dämonen meistens mit (was dann ja auch geschieht). Da hilft es auch nichts, dass man mit der Mutter sogar eine Protagonistin mehr hat, als in „Paranormal Activity“.
Es ist wirklich ärgerlich, dass der Film mit dem nur kurz thematisierten Konflikt zwischen Bruder und Schwester eine gute Möglichkeit verschenkt. Thomas‘ Schwester wirft ihrem Bruder am Anfang vor, dass er das alles nur filmen würde, damit er das Material später an die Medien verkaufen kann. Schade, dass das später nicht mehr aufgegriffen wird, man hätte eventuell mit dem Gedanken spielen können, dass Thomas das alles des Geldes wegen inszeniert und in Kauf nimmt, dass er damit seine Familie in den Wahnsinn treibt, um damit reich zu werden. Ein Found Footage-Film, bei dem sich am Ende herausstellt, dass die Ursache gar nicht übersinnlich war, wäre einmal eine echte Abwechslung.

Fazit zu Paranormal Investigations 3 – Tödliche Geister
Der Film ist eine uninspirierte, völlig belanglose Aneinanderreihung von Klischees und zieht sich wie ein Kaugummi. Dass er damit bis dato locker der zweitbeste Film in dieser Box ist, ist das eigentlich Erschütternde. 10€ für 7 Filme hört sich zwar nach einem guten Deal an, aber glaubt mir eines: Ihr werdet für den Erwerb dieser Edition bitter bezahlen, und zwar mit eurer Lebenszeit und eurem Glauben an die Menschheit. Eine gute Nachricht gibt es aber: Ich muss nur noch drei Machwerke auf der „Paranormal Edition“ ertragen.


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